Unser Gast ist heute der Kabarettist, Autor und Finnland-Fan Bernd Gieseking. Sein aktuelles Buch heißt “Seepferdchen mit sechzig: Bekenntnisse eines sportlichen Spätzünders”.

Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:

(00:00:00) Begrüßung: Wir reden über das böse Amazon und allerlei Missverständnisse, die es dazu gibt. Und kurz auch über den Buchclub.

(00:12:16) Erste Sätze

(00:13:59) Larissas Buchtipp

„Botanik des Wahnsinns“ von Leon Engler 

Der Inhalt: Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg.

Larissa sagt: Ein absolut gelungenes Debüt, ich bin gespannt auf mehr.

(00:18:51) Kristians Buchtipp ist dieses Mal:

„Martin Scorsese“ von Amazing Ameziane

Der Inhalt: Auf einer Liste der einflussreichsten Regisseure der letzten 50 Jahre muss man nicht weit nach unten gehen, um seinen Namen zu finden: Martin Charles Scorsese. Mit 25 Spielfilmen und 16 Dokumentationen prägte Scorsese das Kino wie kein Zweiter. »Taxi Driver«, »Raging Bull«, »Goodfellas«, »Gangs of New York«, »Departed« und »The Wolf of Wall Street«, Robert de Niro, Harvey Keitel, Jodie Foster, Willem Defoe und Leonardo DiCaprio – um nur einige seiner Meisterwerke zu nennen und nur einige Stars, die sich die Klinke in die Hand gaben, um mit ihm zu arbeiten. Aber wie wurde aus dem kleinen, asthmatischen Jungen aus Little Italy in Queens einer der wichtigsten Filmemacher unserer Zeit?  

Kristian sagt: Eine opulente Graphic Novel, ich möchte keine Seite missen. Es ist eines dieser besonderen Bücher, inhaltlich wirklich total spannend, denn wir werden hinter die Kulissen mitgenommen. Es ist selbstironisch und humorvoll geschrieben. Ein Meisterwerk!

(00:30:17) Der schöne Satz stammt bei Kristian aus Jennifer Clement “Gebete für die Vermissten” und bei Larissa aus David Szalays „Was nicht gesagt werden kann“.

(00:34:57) Larissa hat einige Ideen für Bücher, die man an Weihnachten verschenken kann. Näher kommen die bald zu Instagram!

(00:39:21) Unser Gast ist diesmal der Autor und Kabarettist Bernd Gieseking. Sein aktuelles Buch:

„Seepferdchen mit sechzig“ von Bernd Gieseking

Der Inhalt: Bernd Gieseking muss hoch hinaus. Dabei hat er die sechzig überschritten – und auch einige Grenzen auf der Waage. Seine Partnerin aber möchte auf die Zugspitze. Ihr Lebenstraum, aber nicht seiner. Sie ist vom Typ her Bergziege, er eher Gallowayrind. Kann er mit? Soll er mit? Nach mehr als zwanzig Jahren kauft er sich wieder eine Jahreskarte fürs Schwimmbad und macht – endlich – sein »Seepferdchen«, mit sechzig. Er, ein Meister im Schlendern und Schlüren, entdeckt den aufrechten Gang. Doch bis Zugspitze ist es ein weiter Weg.

Bernd Gieseking empfiehlt uns:

„Hundert Wörter für Schnee“ von Franzobel

Der Inhalt: Im Herbst 1897 bringt der US-amerikanische Entdecker und Abenteurer Robert Peary sechs Inughuit, so der Name der im Norden Grönlands lebenden Menschen, auf einem Dampfschiff nach New York. Untersucht sollen sie werden, vor allem aber ausgestellt und hergezeigt. Vier von ihnen sterben schnell an Tuberkulose, einer wird zurückgebracht – der neunjährige Minik aber bleibt. Seine Geschichte – Taufe, Schule, betrügerischer Pflegevater, Flucht – sorgt für Schlagzeilen.

Bernd Gieseking sagt: Es ist eigentlich ein trauriges Buch. Die Entfremdung und die Suche nach Orientierung sind ganz toll beschrieben. Ich fand’s hochinteressant und spannend.

(00:54:19 Kristian liest zwei Gedichte von Matthias Politycki: „Die Vögelkönigin“ und „17 Tage“ aus dem Gedichtband „Meisenfrei – 99 Gedichte“.

(01:03:40) Wir verlosen heute 3 Bücher aus dem Penguin-Verlag, und zwar „Der letzte Tag des Fährmanns“ von Frode Grytten. Procedere wie immer: E-Mail an liesunddas@gmail.com, in den Betreff „Fährmann“, in die Mail Eure Post-Adresse. Das Gewinnspiel läuft jetzt bis 2. Dezember um Mitternacht. Mitmachen können alle aus Deutschland

Die zweite Verlosung betrifft Menschen, die gerne auf die ausverkaufte Lesung von T.C. Boyle zu seinem aktuellen Buch „No Way Home“ gehen würden. Sie findet am 1. Dezember in Stuttgart statt, Ben Becker übernimmt den deutschen Leseteil, moderiert wird von yours truly Kristian Thees. Hierfür bitte eine E-Mail an liesunddas@gmail.com, in den Betreff „Stuttgart“. Dafür gibt’s eine verkürzte Laufzeit, und zwar bis 27. November um Mitternacht. Und bitte: Nur mitmachen, wenn ihr dann auch hingehen könnt! Sonst bleiben die Plätze leer und das wär gemein.

(01:04:40) Einsteigerbücher für Gedichtfreunde

(01:07:03) Neues aus der Steady-Community! Erstmal DANKE an die neuen Mitglieder:

Neue Lese-Maus: Mariann, Leanne, Anita, Edwin
Neues Lese-Einhorn: Tanja, Carola, Dorothee
Neue Lese-Löwin: Ute, Susan

Und Constanze hat uns über PayPal gespendet, vielen lieben Dank!

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Diesmal haben wir diese Buchtipps von Euch bekommen:

  • Sandra empfiehlt „Nacht“ von Yrsa Sigurðardóttir
  • Autor Gerrit Lenssen empfiehlt sein Buch “Und morgen dann erwachsen“
  • Autor Frank Holger Schneider empfiehlt sein Buch “Ennos Tanz”

(01:13:00) Kristian schwärmt noch kurz von dieser Graphic Novel:

„Madeleine, die Widerständige“ Band 3: Nudeln mit Tomatensoße

Der Inhalt: 1944, in Paris: Die jugendliche Madeleine Riffaud erschoss auf einer Seine-Brücke einen Nazi-Offizier und wurde dabei verhaftet. In den ersten Bänden lernten wir das Leben im Untergrund, die Planung und Ausführung von Aktionen gegen die Besatzer kennen. Nun muss Madeleine auf eine andere Weise Widerstand leisten und der Folter standhalten. In der Gefangenschaft versucht man sie mit allen Mitteln dazu zu bringen, die Namen ihrer Kamerad*innen preiszugeben. Damit beginnt für Madeleine ein Monat in der Hölle, in dem sie zunächst von den Brigades Spéciales gefoltert wird, um anschließend über das französische Gestapo-Hauptquartier in das berüchtigte Gefängnis von Fresnes transportiert zu werden. Der einzige Ausweg scheint, bei einem Fluchtversuch erschossen zu werden … Kurz bevor Paris befreit wird, setzen sich die Wachmannschaften ab und Madeleine gerät wieder auf freien Fuß. Doch der Kampf ist noch nicht vorbei und Paris noch immer besetzt. Als Anführerin einer kleinen Widerstandszelle greift sie erneut zur Waffe und schreibt Geschichte.

(01:) In der Nachlese für unsere Unterstützer geht’s heute unter anderem um John Irving, einen besonderen Autoklau, Bücherschränke und natürlich noch mehr um Madeleine, die Widerständige.

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