Unser Gast ist heute die Autorin Anne Stern. Sie schreibt gerne Reihen und hat gerade eine neue Krimi-Reihe begonnen mit „Die weiße Nacht“.
Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:
(00:00:00) Begrüßung: Wir reden über „Zum Diktator in 30 Tagen“ von @blauerElefant (mehr dazu) und über den nächsten Buchclub am 26. März um 20 Uhr, da lesen wir nämlich „Der letzte Sommer der Tauben“ – von Abbas Khider. So geht’s: Buch lesen, am 26. März online dazuschalten und mitreden! Gibt es für kurze Zeit als kostenloses Hörbuch beim NDR: https://www.ndr.de/kultur/buch/pascal-houdus-liest-der-letzte-sommer-der-tauben-von-abbas-khider,khider-104.html
(00:10:21) Erste Sätze
(00:11:36) Kristians Buchtipp ist dieses Mal:
„Eine wie Frankie“ von Graham Norton

Der Inhalt: New York, 1965: Völlig mittellos strandet Frances Howe mit Mitte zwanzig in New York City. Für die junge Frau aus der irischen Provinz ist die fremde Großstadt beängstigend, aber auch wild und aufregend. Die Wolkenkratzer sind endlos, die Nächte lang, in den Straßen von Greenwich Village vibriert das Leben. Und Frankie, die bisher immer eine Nebenrolle im eigenen Leben gespielt hat, lässt sich treiben. Dann lernt sie Joe kennen, der als Chauffeur arbeitet, aber eigentlich als Künstler erfolgreich werden will. Joe und Frankie verlieben sich und tauchen gemeinsam ein in die Kunstszene der Stadt. Ein Leben, das vor Intensität nur so lodert. Frankie hilft in einem französischen Restaurant aus und macht es bald zum angesagtesten Lokal des Viertels. Endlich, so scheint es, spielt sie die Hauptrolle in ihrem Leben. Doch dann kommt auch Joe zu Ruhm. Frankie erkennt den Mann, den sie liebt, kaum noch wieder. Und plötzlich droht ihr alles, wofür sie gekämpft hat, zu entgleiten …
Kristian sagt: Es ist eine so schöne Story! Man fiebert und leidet mit, eine unglaublich schöne Lebensgeschichte.
(00:15:48) Larissas Buchtipp
„Spiegelland“ von Rebekka Frank

Der Inhalt: Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt …
Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.
Larissa sagt: Rebekka Frank schafft wie auch vorher schon mit „Stromlinien“, unglaublich packend zu erzählen. Dazu kommt die wichtige Botschaft der Gewalt gegen Frauen, hier verwoben mit verschiedenen Geschichten. Dadurch wird die strukturelle Gewalt deutlich, ohne jemals den Zeigefinger zu erheben.
(00:23:17) Und weil Larissa so begeistert war von Spiegelland, hat sie folgende Bücher nicht mitgebracht in den Podcast – zumindest nicht ausführlicher:
Ildikó von Kürthy: „Alt genug“
Rachel Khong „Real Americans“
(00:26:18) Der schöne Satz kommt bei Larissa diesmal aus „Niemands Töchter“ von Judith Hoersch und bei Kristian aus „Die Ungehaltenen“ von Deniz Utlu.
(00:28:55) Kristian hat uns diesmal ein Gedicht von Ulla Hahn mitgebracht, und zwar „Bildlich gesprochen“.
(00:32:39) Unsere Buchhändlerin ist diesmal Corinna Klein von der Buchhandlung Passepartout in Bad Rappenau. Sie empfiehlt uns:
„Die Namen“ von Florence Knapp

Der Inhalt: Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden – und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird. Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt – und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.
Corinna sagt: Ein richtig starkes Stück Literatur!
(00:39:17) Verlosen dürfen wir diesmal etwas vom Klett-Cotta-Verlag und zwar drei Mal das Buch „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson. So könnt ihr gewinnen: Mail an liesunddas@gmail.com im Betreff “Reise” und in die Mail Eure Adresse (nicht vergessen!!). Einsendeschluss ist der 10.3. um Mitternacht.
(00:41:39) Unser Gast ist diesmal Anne Stern. Ihr aktuelles Buch ist:
„Die weiße Nacht“ von Anne Stern

Der Inhalt: Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näherrückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.
Anne Stern empfiehlt uns:
„Schäfchen im Trockenen“ von Angela Steidele

Der Inhalt: Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Und Resi hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und Abschottung und sie als Aufsteigerkind zusehen muss, wie sie da mithält. Aber Resi wusste’s nicht. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden durch Tüchtigkeit und Einsicht demnächst auch gerecht zusammenleben. Das Scheitern der Eltern in dieser Hinsicht musste verschleiert werden. Darüber ist Resi reichlich wütend. Und entschlossen, ihre Kinder aufzuklären, ob sie’s wollen oder nicht.
Anne Stern sagt: Absolutes Lieblingsbuch von mir! Ein richtiges Berlin-Buch.
(00:55:30) Neues aus der Steady-Community! Diesmal begrüßen wir neue Mitglieder:
Neue Lese-Maus: Roswitha
Neues Lese-Einhorn: Hanne und Anita und Oliver („Der Explikator“-Podcast)
Neue Lese-Löwin:
DANKE! Lese-Löwinnen und Lese-Einhörner hören werbefrei und auch die Lese-Mäuse unterstützen unsere Arbeit an diesem Podcast. Ohne Euch geht es nicht.
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Und die Buchtipps aus der Community:
- Petra empfiehlt von Katharina Jakob „Hundehelden“
- Sandra empfiehlt von Martina Borger „Wir holen alles nach“
- Sandra empfiehlt von Anthony McCarten „Going Zero“
- Bruna empfiehlt „Der amerikanische Architekt“ von Amy Waldman
- Elke empfiehlt „Scheißkerle“ von Andrev Walden und „Die Schwestern“ von Jonas Hassen Khemiri
Schickt Eure Tipps gerne als Text oder Sprachnachricht an liesunddas@gmail.com.
In der Nachlese für unsere Unterstützer geht’s heute unter anderem um ein Interview mit Martin Suter über das Duzen, um Ferdinand von Schirachs Kinderbuch und um Kristians Leidenschaft für Papier.
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