Unser Gast ist heute Florian Kessler, er ist Lektor und mittlerweile Programmleiter Literatur beim Hanser Verlag (mit Charlotte von Lenthe) und zudem Podcaster mit Emily Modick bei Hanser Rauschen.
Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:
(00:00:00) Begrüßung: Wir reden über die Serie „Frühling“ (hier zum ZDF) und über unseren letzten Buchclub zu Jasmin Schreibers „Da, wo ich dich sehen kann“. Susan hat uns ein Elfchen geschrieben und das erinnert Larissa an die Episode „Talk mit Thees“ mit Hans Sigl (hier zu hören). Und dann gibt’s da noch dieses krasse Buch, bei dem man Millionen von Jahren bräuchte, um es zu lesen (hier zum Artikel).
(00:11:09) Erste Sätze
(00:11:38) Kristians Buchtipp
„Wenn ich eine Wolke wäre“ von Volker Weidermann

Der Inhalt: Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit – verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann. Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt – von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land.
Kristian sagt: Ein absolutes Must-Read Buch! Es ist total packend, aber man vergisst nie: es ist ein echtes Schicksal.
(00:22:57) Larissas Buchtipp ist dieses Mal:
„Unter Wasser ist es still“ von Julia Dibbern

Der Inhalt: Nach fast zwanzig Jahren kehrt Maira zurück in den Ort ihrer Kindheit. Sie will nur eins: ihr Elternhaus räumen, das seit dem Tod ihrer Mutter leer steht, und es so schnell wie möglich an einen Investor verkaufen.
Stück für Stück bereitet Maira das Haus für den geplanten Abriss vor und unausweichlich kehren die Erinnerungen zurück – die Tage am Wasser mit ihren besten Freunden, die magischen Begegnungen mit der Natur der Ostseeküste, die schwere Krankheit und der Verlust ihrer Mutter. Und eine alte Frage will endlich eine Antwort finden: Was ist damals während Mairas letzten Tagen auf dem Darß wirklich geschehen?
Larissa sagt: Es ist ein Buch darüber, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und den Mut zu haben, den Weg zu gehen, den man gehen möchte – auch wenn man dadurch eventuell geliebte Menschen vor den Kopf stößt.
(00:27:09) Kristian liest uns ein Gedicht vor, und zwar „Mr. Grumpledum’s Song“ von Shel Silverstein.
(00:30:48) Wir verlosen heute 3 Bücher aus dem Piper Verlag, und zwar „Die weiße Nacht“ von Anne Stern. Procedere wie immer: E-Mail an liesunddas@gmail.com, in den Betreff „Stern“, in die Mail Eure Post-Adresse. Das Gewinnspiel läuft jetzt bis 27. Januar 2026 um Mitternacht. Mitmachen können alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(00:34:24) Kristian schwärmt noch kurz von dieser Graphic Novel:
„Lagerfeld“ von Simon Schwartz und Alfons Kaiser

Der Inhalt: Karl Lagerfeld stilisierte sich selbst zum lebenden Logo und zu einem Mythos der Modewelt. Was aber steckt hinter dieser überlebensgroßen, charismatischen Figur, die trotz aller Kommunikationslust die eigene Lebensgeschichte geheim hielt? In dieser Graphic Novel kommt man dem Menschen Lagerfeld durch Simon Schwartz‘ kongeniale bildliche Umsetzung sehr nahe: dem frühreifen Jungen, der lieber auf dem Dachboden zeichnete, als mit Altersgenossen zu spielen; dem Sohn, der mit seinen Eltern stritt, aber nie von ihnen loskam; dem spitzzüngigen Konkurrenten von Yves Saint Laurent, den er am Ende überstrahlte; dem weltgewandten Genie in Paris, das mit preußischer Disziplin arbeitete; und dem Partner von Jacques de Bascher, der großen Liebe seines Lebens.
(00:41:32) Unser Gast ist diesmal der Programmleiter Literatur beim Hanser-Verlag, Florian Kessler. Er empfiehlt uns:
„Im ersten Licht“ von Norbert Gstrein

Der Inhalt: Adrians Vater macht ihn als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg, rettet ihn so vielleicht. Der störrische, zärtliche Mensch, der von da an durch über achtzig Lebensjahre hinkt, ist das Wunder dieses Erzählens. Adrian sieht zweimal seine Welt untergehen, hat zweimal mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er, und erlebt im Alter die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben. Wie leben im Schatten der Kriege und des Tötens? Mit einem furchtlosen Blick in die Vergangenheit stellt sich »Im ersten Licht« dieser großen Frage der Gegenwart.
Florian Kessler sagt: Dieses Buch ist eigentlich die eierlegende Wollmilchsau. Man lernt viel darüber, wie es für unsere Großeltern gewesen sein muss, zwei Weltkriege zu er- und überleben. Was das mit den Menschen machte. Man versteht dadurch auch die Zeit nach den Weltkriegen, als die Menschen versucht haben, da wieder rauszukommen. Das Besondere ist: es geht auch um einen lieblosen Mann, der nach einem kaputten Leben eine große Liebe trifft. Sozusagen das Licht nach der Katastrophe.
(01:13:19) Neues aus der Steady-Community! Erstmal DANKE an die neuen Mitglieder:
Neue Lese-Maus: –
Neues Lese-Einhorn: Barbara und Margit
Neue Lese-Löwin: –
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Diesmal haben wir diese Buchtipps von Euch bekommen:
- Kerstin empfiehlt „Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry“ von Gabrielle Zevin
- Sandra empfiehlt „Einsteigen“ von Titus Müller
- Autor Martin Peitz empfiehlt sein Buch „Schattensommer“
Danke Euch!
(01:13:19) Verabschiedung
In der Nachlese für unsere Unterstützer geht’s heute unter anderem um Larissas Interview mit Ildikó von Kürthy und darum, wie groß (oder klein) die Erstauflage für den ersten Harry Potter-Band war. Diesmal etwas kurz, sorry, liebe Steadys, aber aus Termingründen mussten wir am Montag aufnehmen – also am Tag der Veröffentlichung, und waren dementsprechend etwas in Eile.
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