Unser Gast ist heute Nina George, zugeschaltet aus ihrem Haus in Frankreich. Letztes Jahr von ihr erschienen: „Die Passantin“ im Kein & Aber-Verlag und „Die geheime Sehnsucht der Bücher“ bei Knaur.
Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:
(00:00:00) Begrüßung: Wir reden über goldene Dinger, über Buchhändler, über Sarah Lorenz‘ „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ und über den nächsten Buchclub am 26. März um 20 Uhr, da lesen wir nämlich „Der letzte Sommer der Tauben“ – von Abbas Khider.
(00:11:28) Erste Sätze
(00:12:26) Larissas Buchtipp ist dieses Mal:
„Der andere Arthur“ von Liz Moore

Der Inhalt: Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der junge Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die doch etwas Entscheidendes verbindet.
Larissa sagt: Ein herzöffnendes Buch über ungewöhnliche Freundschaften und darum, niemals aufzugeben.
(00:18:30) Kristians Buchtipp
„Twist“ von Colum McCann

Der Inhalt: 2019 geht der Journalist Fennell in Kapstadt an Bord der Georges Lecointe, eines Reparaturschiffs für Kabelbrüche in der Tiefsee. Er soll eine Reportage schreiben, über Kommunikation und ihre Störungen. Im Fokus: die Tiefseekabel, die die globalen Datenflüsse leiten, ständig gefährdet durch Naturereignisse, Krieg und Terrorismus. Der Missionschef Conway scheint nicht glücklich über den Gast, der sich für alles zu interessieren scheint – vielleicht auch für Conways Frau Zanele?
Kristian sagt: Es ist fast schon philosophisch, dazu gibt es schöne Formulierungen und wunderbare Nebengeschichten. Ein sehr atmosphärischer Roman, der eine mysteriöse Geschichte erzählt.
(00:28:37) Und weil Larissa so begeistert war von Arthur, hat sie folgende Bücher nicht mitgebracht in den Podcast – zumindest nicht ausführlicher. Obwohl sie es verdient hätten:
Maisku Myllymäki – Holly – 26.1.26 erschienen
Stewart O’Nan – Abendlied – 27.1.26
Elfriede Hammerl – Gespräche, die ich nie geführt habe – 28.1.26
Niemands Töchter – Judith Hoersch – 30.1.26
Tommy Wieringa – Nirwana
(00:33:45) Der schöne Satz kommt bei Larissa diesmal aus eben diesem „Nirwana“ von Tommy Wieringa. Und bei Kristian aus „Unter Leuten“ von Juli Zeh.
(00:37:00) Unser Gast ist diesmal die Autorin Nina George. Sie empfiehlt uns:
„Mutig sein“ von Mariann Edgar Budde

Der Inhalt: Im Gottesdienst zur Amtseinführung Trumps richtete sich Bischöfin Mariann Budde mit kritischen Worten und der Bitte um Erbarmen direkt an den Präsidenten. Die Mitschnitte ihrer Predigt gingen um die Welt, vielen ist sie zum Vorbild geworden. Hier zeigt sie: Mut und mutiges Handeln sind ein Lebensweg. Anhand zahlreicher Geschichten – von Harry Potter über den Kleinen Prinzen bis zum Lukasevangelium – und persönlicher Erfahrungen beschreibt sie, wie wir uns zu unserem mutigsten Selbst entwickeln können.
Ninas aktuelles Buch ist:
„Die Passantin“ von Nina George

Der Inhalt: Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher. Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst. Die Passantin ist ein empathischer, rasanter und zorniger Roman über eine Selbstfindung, eine Starkwerdung, eine Emanzipation, ein Auftauchen aus festgefahrenen Strukturen, um zum wahren Kern zurückzufinden.
(00:42:50) Unsere Buchhändlerin war diesmal Dorothea Gravemann vom Bücherhaus am Münster in Neuss. Sie empfiehlt:
„Ins Dunkel“ von Angela Steidele

Der Inhalt: Wir sitzen im Dunkeln. Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich und der gemeinsamen Geliebten? Als der Film den Nerv der Zeit traf und die Deutschen Hollywood und ganz Amerika durcheinanderwirbelten. Mit Erika Manns antifaschistischem Kabarett Die Pfeffermühle, während die ganze Welt ins Dunkel glitt? Mit der Zensur nach 1933 auch in den USA? Ach – und wie gut kannten sich eigentlich Greta Garbo und Marlene Dietrich? Wer traute sich mehr auf der Leinwand? Und im Leben?
Dorothea Gravemann sagt: Ich finde den Roman deswegen so gelungen, weil er auf der einen Seite viele Informationen über Film und Kino bringt, auf der anderen Seite witzig und selbstironisch und bissig geschrieben ist.
(00:57:10) Kristian hat uns diesmal Gedichte von Axel C. Englert mitgebracht, zum Beispiel „Den Hummelflug?“. Nachzulesen hier: https://www.literatpro.de/gedicht/270220/den-hummelflug
(01:01:58) Verlosen dürfen wir diesmal etwas vom Zsolnay-Verlag und lernen bei der Gelegenheit von Franzobel, wie man das richtig ausspricht. Weil Larissa die Technik nicht richtig im Griff hatte hier nochmal der Link zum Video: https://www.facebook.com/watch/?v=456917133723433
Jedenfalls verlosen wir drei Mal das Buch „Uppercut“ von Maja Iskra. Aus dem Serbischen übersetzt von Mascha Dabic. Es geht um eine Emanzipationsgeschichte im Belgrad der 1990er Jahre. So könnt ihr gewinnen: Mail an liesunddas@gmail.com im Betreff “Maja” und in die Mail Eure Adresse (nicht vergessen!!). Einsendeschluss ist der 24.2. um Mitternacht.
(01:21:31) Die Graphic Novel ist diesmal:
„Romy Schneider: Ich bin nicht mehr Sissi“ von Stéphane Betbeder (Autor) und Remi Torregossa (Zeichner)

Der Inhalt: Über den Weg, den Romy Schneider zwischen »Sissi« und »Die Dinge des Lebens« beschritt, wurde bisher nicht viel berichtet. Er führte sie von Deutschland, in dem sie als Filmgöttin verehrt wurde, nach Frankreich, wo sie sich von Neuem beweisen musste. Er führte sie in die Arme eines Liebhabers mit kometenhafter Karriere und in die Hände eines tyrannischen Regisseurs, der vor nichts zurückschreckte, um Romy groß rauszubringen. Es ist der Weg einer Frau, die zu früh zu erfolgreich wurde und doch zu einer Größe fand, die das Kino des 20. Jahrhunderts auf besondere Weise prägte.
(01:27:20) Neues aus der Steady-Community! Diesmal begrüßen wir neue Mitglieder:
Neue Lese-Maus: Dagmar und Irina
Neues Lese-Einhorn: Birgit und Pamela
Neue Lese-Löwin: Julia
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Und die Buchtipps aus der Community:
- Kerstin empfiehlt von Titus Müller „Die Dolmetscherin“
- Bruna empfiehlt von David Szalay „Turbulenzen“
- Solveig empfiehlt von Tore Renberg „Die Lungenschwimmprobe“
- Catarina empfiehlt „Ich wäre gern so elegant wie mein Freund, der Elefant“ von Tabea Michel
- Doris empfiehlt „Europas schönste Bücherorte“ und ein Büchercafé in Wolfurt (https://www.denkerei.at/)
Schickt Eure Tipps gerne als Text oder Sprachnachricht an liesunddas@gmail.com.
In der Nachlese für unsere Unterstützer geht’s heute unter anderem um Larissas Buch und einen mysteriösen Literaturagenten, um Andreas von Hanser und eine Sachbuch-Challenge, um zwei Kinofilme, die auf Büchern basieren und um Fake-Biografien vom Fließband.
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