Willkommen bei den Shownotes zum Podcast „Lies und das“, Folge 66. Unser Gast ist heute die Autorin Susan Kreller. Ihr Roman „Licht nach oben“ ist für den Bayerischen Buchpreis 2026 nominiert.

Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:

(00:00:00) Begrüßung

(00:03:35) Erste Sätze

(00:05:23) Larissas Buchtipp:

„Querfeldein“ von Alex Capus

Der Inhalt: In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland führt vor hundert Jahren der junge Wirt Arnold einen Gasthof. Bunte Vögel und düstere Gestalten überqueren die Grenze, manche kommen auch nachts und querfeldein. Am Stammtisch sitzen die Witzbolde aus dem Dorf. Eines Tages naht eine Fremde hoch zu Ross durch den Schnee. Ihr Name ist Betty. Arnold heiratet sie und bekommt mit ihr acht Kinder. Das Leben nimmt seinen Lauf, bis sich die älteste Tochter Clara 1933 in einen Schmuggler namens Hermann verliebt. Der bringt die Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.

Larissa sagt: Es ist ein Buch über den Zusammenhalt eines Dorfes, einen kleinen Aufstand für das Richtige und nicht zuletzt über einen sympathischen Außenseiter, der sein eigenes Ding macht.

(00:11:29) Kristians Buchtipp ist dieses Mal:

„Ein Ort für Geschichten“ von Monica Wood

Der Inhalt: In einer idyllischen Kleinstadt an der Küste in Maine sucht die 22-jährige Violet nach einem tragischen Unfall einen Weg zurück ins Leben. Unter der einfühlsamen Begleitung der Buchklubleiterin Harriet gelingt es ihr, wieder Hoffnung zu schöpfen – nicht zuletzt dank der Bücher, die Harriet ihr ans Herz legt. Doch dann trifft Violet in einer Buchhandlung auf Frank. Noch ahnt sie nicht, auf welch schicksalhafte Weise ihre Leben miteinander verflochten sind.

Kristian sagt: Eine wunderbare Konstellation dreier Menschen, mit denen wir mitfiebern. Es ist virtuos geschrieben und es fließt so dahin. Man will immer weiterlesen und weiterlesen. Es ist ein Buch, das gerade jetzt für die kalte Zeit, uns erwartet, und sogar von innen ein bisschen wärmen kann. ⁓ soweit würde ich gehen.

(00:19:25) Wir reden kurz über den WhatsApp-Buchclub: Wir haben „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien gelesen und das Buch hat uns verstört – was es natürlich auch absichtlich tut. 97 Menschen haben mitgelesen und es gab angeregte Diskussionen! Am Ende haben wir sogar eine Message der Autorin bekommen.

(00:25:23) Der schöne Satz kommt bei Larissa aus Lilli Tollkiens Buch, bei Kristian aus „Die Straße“ von Cormac McCarthy.

(00:27:41) Wir reden lange über den Bayerischen Buchpreis und stellen die 6 nominierten Bücher ausführlich vor. Das sind:

Sachbuch:

(00:30:53) 📕 Norbert Sachser / Stefan Kästner: „Tierwelt am Limit – Die erstaunlichen Anpassungsstrategien der Wild- und Haustiere und ihr Scheitern im Anthropozän“

(00:33:04) 📕 Susanne Heim: „Die Abschottung der Welt – Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945“

(00:36:41) 📕 Andreas Dorschel: „Die Welt verändern – Zur Poetik des Manifests“

Literatur:

(00:39:45) 📗 Susan Kreller: „Licht nach oben“

(00:42:33) 📗 Shida Bazyar: „Die Lücken“

(00:44:41) 📗 Leh-Wei Liao: „Glaszeit“

Ihr könnt 2 Karten für die Verleihung am 29. Oktober gewinnen – wie erzählen wir Euch im Podcast.

(00:47:51) Das Coverduell Nr. 10 findet zwischen diesen Büchern statt:

(00:52:09) Das heutige Gedicht: „Du musst das Leben nicht verstehen“ von Rainer Maria Rilke

(00:55:30) Der Lübbe-Verlag hat uns freundlicherweise drei Exemplare des Buches „Eleanor Oliphant is completely fine“ von Gail Honeyman zur Verlosung zur Verfügung gestellt Ein wirklich zauberhaftes Buch über eine schräge Person! Mehr zum Buch hier. Mehr zur Verlosung im Podcast.

(01:01:49) Kristian hat wieder eine Graphic Novel dabei:

„George Lucas: Episode 2″ von Laurent Hopman und Renaud Roche

Der Inhalt: Episode 2 des ultimativen Making-of zu »Star Wars« als Graphic Novel!   Einen Tag nachdem »Star Wars« in die Kinos kam, ist George Lucas nicht mehr der verschrobene Träumer, den niemand ernst nimmt. Er ist ein Star, um Millionen reicher und hat alle Zügel in der Hand, um seine Zukunft selbst zu bestimmen. Und er ist entschlossen, sich aus dem tyrannischen Studiosystem von Hollywood zu befreien. Indem er seinen nächsten Film komplett selbst finanziert, setzt er alles auf eine Karte. Eine folgenschwere Entscheidung…    Der zweite Teil der Graphic-Novel-Trilogie »George Lucas« dreht sich um die fast vergessene Entstehungsgeschichte von »Das Imperium schlägt zurück«. Mehr Dramen, mehr Konflikte und mehr unwahrscheinliche Komplikationen machten diese Produktion zu einem Höllenritt, an dem Lucas fast zugrunde ging – und aus dem ein Film entstand, der vielen als der beste Teil von »Star Wars« gilt. Außerdem in diesem Band: die Produktionsgeschichte von »Indiana Jones« als zauberhaftes Zwischenspiel!

Kristian sagt: Es ist von vorne bis hinten ein Vergnügen, diese Graphic Novel zu lesen.

(01:08:12) Unser Gast ist diesmal Susan Kreller:

Ihr aktuelles Buch ist „Licht nach oben“:

„Licht nach oben“ von Susan Kreller

Der Inhalt: Arthur, Mitte fünfzig und einst ein angesehener Apotheker, ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Mit einem winzigen Rollkoffer und einem Stück Zigarettenpapier, auf das jemand eine Adresse gekritzelt hat, steigt er am Abend in einer fremden Stadt aus dem Zug. Hier wird er ein neues Leben beginnen – oder vielmehr in ein geliehenes schlüpfen: Er zieht in das Haus seines Zellennachbarn Eddie, schläft in dessen Jugendzimmer und arbeitet im Schreibwarenladen der Familie. So reiht sich ein Tag an den nächsten: Arthur verkauft Grußkarten und Kugelschreiberminen und macht abends »Lebendkontrolle« beim dementen Onkel Rudi, der unterm Dach wohnt. Was ihn davon abhält, endlich Schluss zu machen, ist einzig seine Höflichkeit. Doch die Menschen im Ort haben sich, wie in stiller Übereinkunft, seiner angenommen. So wird, was als Stellvertreterleben beginnt, zu einer leisen Rückkehr ins Dasein.

Susan empfiehlt uns dieses Buch:

„Tamangur“ von Leta Semadeni

Der Inhalt: Ein Dorf voller Schatten im Tal. Tief hat sich der Fluss in den Felsen eingegraben. Eine Kirche, ein Schulhaus, der Dorfplatz mit der Lügenbank. Hier lebt das Kind zusammen mit der Großmutter. Der dritte Stuhl am Tisch ist leer, der Großvater, der ein Jäger war, ist jetzt in Tamangur. »Das Dorf ist nicht mehr als ein Fliegendreck auf der Landkarte«, sagt die Großmutter, und in der Küche hat sie Nadeln an die Weltkarte gesteckt: Venezia, Tumbaco, Havanna, Paris. Dorthin denkt sie sich gern zurück. Für das Kind, das immer davon träumen muss, wie sich der Körper des kleinen Bruders auf dem Fluss Richtung Schwarzes Meer entfernt, ist die Großmutter ein Glück. Sie hat ein großes Herz. Auch für den Kaminfeger oder die seltsame Elsa, die manchmal Elvis Presley zum Abendessen mitbringt.

Susan Kreller sagt: Dieser Roman ist wie ein Gedicht, er ist sehr lyrisch erzählt, sehr poetisch und stark verdichtet.

(01:16:29) Wir danken den Menschen, die uns treu unterstützen und dafür sorgen, dass wir diesen Podcast weitermachen können:

Neue Lese-Maus

Neues Lese-Einhorn Palmira, Tanja, Monika

Neue Lese-Löwe Markus

Und Susanne hat uns Geld überwiesen – DANKE für Deine Großzügigkeit!

DANKE EUCH ALLEN!

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Und die 3 Buchtipps der Lieslinge sind diesmal:

  • Sebastian empfiehlt „Erhebung“ von Stephen King
  • Susanne empfiehlt „Die Sterne leuchten nur für uns“ von Virginie Grimaldi
  • Markus empfiehlt „Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo

    Schickt Eure Tipps gerne als Text oder Sprachnachricht an liesunddas@gmail.com oder per WhatsApp an 0179-172-0484.

(01:21:45) Verabschiedung

(01:22:45) In der Nachlese für unsere Unterstützer geht’s heute unter anderem um den aspekte Literaturpreis, um die Juicy Book Reads in Tokio und um einen Skandal in der Buchbranche.

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